Climathon Freiburg

Challenge 3

Förderung eines nachhaltigen Konsumverhaltens, Vermeidung der Ressourcenverschwendung sowie Schaffung von Möglichkeiten für Austausch, Wiederverwendung und Reparatur im täglichen Leben

Förderung eines nachhaltigeren und ethischeren Konsumverhaltens

Hintergrund:

Das seit der industriellen Revolution vorherrschende Produktions- und Konsummodell baut auf der Annahme reichlich vorhandener natürlicher Ressourcen auf und ist linear. Das heutige hauptsächlich auf Abbau, Produktion, Konsum und Wegwerfen ausgerichtete Vorgehen der Industrieländer lässt eine ausgewogene Zukunftsperspektive unmöglich erscheinen. Aus diesem Grund ist es notwendig, ein vollständigeres Kreislaufmodell zu entwickeln und umzusetzen, das auf Verschwendung verzichtet und die Intensität des Ressourcenverbrauchs sowie die Auswirkungen auf die Umwelt reduziert.

Selbstverständlich kann in unserer Konsumgesellschaft die Verantwortung nicht von den Verbraucherinnen und Verbrauchern alleine getragen werden. Dennoch führt unser Konsumverhalten zu Konsequenzen. Dadurch dass wir uns die Auswirkungen des nachhaltigen Konsums bewusstmachen, unser Kaufverhalten hinterfragen und versuchen, weniger und besser zu konsumieren, kann jede und jeder Einzelne einen Beitrag leisten. Dieses Verhalten schont in den meisten Fällen nicht nur die Umwelt, sondern auch das Portemonnaie der Konsumentinnen und Konsumenten.

Dabei sollen Objekte und Produkte so lange wie möglich verwendet und deren Lebens- und Gebrauchsdauer verlängert werden. Dies kann durch Wiederverwendung, Reparatur, Teilen sowie Weiterverarbeitung von Produkten oder auch durch eine Sanierung (usw.) geschehen. Auch wenn diese Verhaltensweisen für viele Bürgerinnen und Bürger heutzutage bereits selbstverständlich erscheinen, sieht es dennoch so aus, als ob deren Umsetzung und Verallgemeinerung mehr Schwierigkeiten bereitet als angenommen.

Erwartete Ergebnisse (vonseiten der Teilnehmenden):

Die Teilnehmenden am Climathon sind dazu eingeladen, über Mechanismen, Werkzeuge sowie Dienstleistungen nachzudenken, die eine Alternative zur linearen Wirtschaft darstellen und ein nachhaltiges Konsumverhalten fördern. Insbesondere geht es um die Entwicklung von Mechanismen, Werkzeugen und Dienstleistungen, welche

  1. den nachhaltigen Konsum fördern (auf gemeinschaftlichen Prinzipien beruhender Einkauf, Konsum, Gebrauch);
  2. die Verwendungsdauer von Konsumgütern durch Wiederverwendung und Reparatur verlängern, beispielsweise von Mobiltelefonen, Computern, elektronischem Material, Kleidungsstücken, Alltagsgegenständen usw.

Die nachfolgenden Fragen können als Ausgangspunkt für die Überlegungen dienen. Dabei steht es den Teilnehmenden offen, die Möglichkeiten zu erkunden, die ihnen am sinnvollsten erscheinen. 

  • Wie kann bei der Bevölkerung auf spielerische und einfache Weise ein Bewusstsein für ein umweltgerechteres Konsumverhalten erzeugt werden?
  • Wie können die Personen/Akteurinnen und Akteure identifiziert werden, die bereit sind, ihr Verhalten zu ändern bzw. bereits begonnen haben, es zu verändern?
  • Wie können Akteurinnen und Akteure, die bereits jetzt schon Dienstleistungen wie Reparaturen, Wiederverwendung, Sanierung usw. anbieten, bekannt gemacht und wie können Verbraucherinnen und Verbraucher auf diese Angebote aufmerksam gemacht werden?
  • Wie können Verbraucherinnen und Verbraucher auf sinnvolle Angebote hingewiesen und wie können sie während des Übergangs begleitet werden?
  • Wie kann den Akteurinnen und Akteuren der Reparatur, Wiederverwendung und Sanierung usw. geholfen werden, ein breiteres Publikum zu erreichen?
  • Was für neue und sinnvolle Angebote können geschaffen werden, um sie zu begleiten?
  • Wie kann die Bevölkerung angeleitet werden, ihr Verhalten zu ändern?
  • Welche kognitiven Mechanismen können hierfür eingesetzt werden?
  • Auf welche sozialen Verhaltensweisen kann Einfluss genommen werden?

Nützliche Links für die Teilnehmenden