Climathon Freiburg

Challenge 1

Mobilitätsgewohnheiten hinterfragen und Veränderungen wagen

Die Bevölkerung dazu anregen, aktiv zu werden und ihre Gewohnheiten im Bereich der Mobilität zu ändern. Sensibilisierung, Information und Orientierung von Laien, um sie bei der Entwicklung von Lösungen zur Verhaltensänderung zu begleiten.

Hintergrund:

Rund ein Drittel der CO2-Emissionen in der Schweiz wird durch die Mobilität verursacht. Damit die vom Bund gesetzten Ziele erreicht werden können, muss der von der Mobilität sowie von anderen Sektoren bedingte CO2-Ausstoss innerhalb der nächsten Jahre deutlich reduziert werden. Da ein vollumfänglicher Verzicht auf die Mobilität wahrscheinlich nicht mit unserem modernen Lebensstil zu vereinbaren ist, stellt sich die Frage, in welcher Form die Bevölkerung ihr Verhalten ändern kann, damit der CO2-Ausstoss sowie andere Formen der Umweltverschmutzung auf ein Minimum reduziert werden können. Welches sind die geeignetsten Mittel zur Verminderung des CO2-Ausstosses bei der Benutzung unterschiedlicher Verkehrsmittel? Wie können die mobilitätsbedingten Auswirkungen verständlich vermittelt werden? Wie kann zum aktiven Handeln und zur Verhaltensänderung angeregt werden?

Wir sind uns der Konsequenzen unserer Entscheidungen in Hinblick auf die Mobilität sowie deren Wichtigkeit im Vergleich zu anderen Alltagsaktivitäten nicht immer bewusst. Deshalb stellt die Sensibilisierung die erste und somit eine wichtige Etappe bei der Entwicklung von Bewusstheit dar. Bei diesem Challenge geht es zunächst darum, auf interaktive, spielerische und visuell ansprechende Weise die Auswirkungen unseres Mobilitätsverhaltens auf den CO2-Austoss und die Umwelt zu erarbeiten. Der zweite Teil des Challenge besteht in der Umsetzung von Programmen und Mechanismen, die zu einer Verhaltensänderung anregen sollen.

Das Nicht-Handeln von Entscheidungsträgerinnen und ‑trägern sowie der Bevölkerung kann durch verschiedene klassische Hemmfaktoren erklärt werden (z. B. die Risikobereitschaft, die Komplexität des Ansatzes sowie der Zugang zu dafür notwendigen Fonds). Unser Verhalten im Bereich der Mobilität wird durch Gewohnheiten beeinflusst, die sich nur schwer verändern lassen, auch wenn wir uns über deren Auswirkungen bewusst sind. Wie können diese Gewohnheiten durch neue ersetzt werden? Wie können wir die Bevölkerung dabei unterstützen und diese komplexen Prozesse für sie einfacher gestalten? Dieses Ziel kann beispielsweise recht einfach durch die Vermittlung von Handlungsansätzen sowie die Erleichterung des Zugangs zu bereits bestehenden Werkzeugen und Initiativen (zum Beispiel Mobitool vom BFE sowie kantonale oder private Initiativen) erreicht werden. Welche anderen Alternativen sind denkbar?

Erwartete Ergebnisse (vonseiten der Teilnehmenden):

Die Teilnehmenden am Climathon sind dazu eingeladen, über Mechanismen, Werkzeuge sowie Dienstleistungen nachzudenken, die den Übergang zum Handeln anhand von zwei Etappen ermöglichen:

  1. durch Sensibilisierungs- und Kommunikationsmassnahmen auf die Umweltauswirkungen der verschiedenen Verkehrsmittel aufmerksam machen und
  2. Orientierung sowie Anreiz und Anleitung zum Handeln bieten, insbesondere durch Erleichterung des Zugangs zu bestehenden Werkzeugen und Initiativen, die von den Akteurinnen und Akteuren des öffentlichen und privaten Verkehrs geschaffen wurden.

Die nachfolgenden Fragen können als Ausgangspunkt für die Überlegungen dienen. Dabei steht es den Teilnehmenden offen, die Möglichkeiten zu erkunden, die ihnen am sinnvollsten erscheinen.

  • Wie kann bei der Bevölkerung auf spielerische und einfache Weise ein Bewusstsein für die mobilitätsbedingten Auswirkungen auf die Umwelt erzeugt werden?
  • Wie können die Personen identifiziert werden, die bereit sind, ihr Verhalten zu ändern?
  • Wie können diese Personen mit sinnvollen Angeboten in Kontakt gebracht werden, die sie in der Übergangsphase begleiten?
  • Was für neue und sinnvolle Angebote können geschaffen werden, um sie zu begleiten?
  • Wie kann die Bevölkerung dazu angeleitet werden, ihre Gewohnheiten zu ändern?
  • Welche kognitiven Mechanismen können hierfür eingesetzt werden?
  • Auf welche sozialen Verhaltensweisen kann Einfluss genommen werden?