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Hitzwelle

Hitzebedingte Gesundheitsrisiken 

Hitzebedingte Probleme können die gesamte Freiburger Bevölkerung betreffen und bei hitzeanfälligen Personen (ältere Menschen, Kleinkinder, Schwangere, chronisch Kranke, im Freien arbeitende Personen, Sportlerinnen und Sportler) zu gesundheitlichen Komplikationen führen.

Aus diesem Grund gibt das Kantonsarztamt (KAA) jedes Jahr im Rahmen des kantonalen Dispositivs zur Prävention von Gesundheitsrisiken im Zusammenhang mit einer Hitzewelle Präventionsmassnahmen heraus, die sich an die Mitarbeitenden des Staats und die Bevölkerung richten.

Was ist eine Hitzewelle?

Am 1. Juni 2021 hat MeteoSchweiz seine Kriterien zur Beurteilung von Hitzewellen, die ursprünglich auf dem Heat Index (HI) basierten, angepasst. Künftig liegt eine Hitzewelle vor, wenn die mittlere Tagestemperatur (Tmean) an drei aufeinanderfolgenden Tagen mehr als 27 °C beträgt. Während dieser Zeit können die Höchsttemperaturen tagsüber zwischen 31 und 38 °C und die nächtlichen Mindesttemperaturen zwischen 17 und 25 °C liegen.

Wie kann das Risiko gesenkt werden?

Die Direktion für Gesundheit und Soziales (GSD) und das Kantonsarztamt (KAA) geben auf dieser Website Verhaltensregeln an. In Hitzeperioden und Hitzschlag ist es ratsam: 

  • genügend zu trinken und dabei alkohol- und koffeinhaltige sowie stark gezuckerte und gekühlte Getränke zu meiden;
  • die Räume am frühen Morgen gut durchzulüften und dann direkte Sonnenbestrahlung zu vermeiden (Läden schliessen und Storen herunterlassen);
  • die Fenster während der wärmsten Stunden des Tages zu schliessen;
  • sich im Schatten oder in gut belüfteten bzw. klimatisierten Räumen aufzuhalten;
  • geeignete Kleidung zu tragen (leicht und bequem, helle Farben);
  • niemals eine Person oder ein Tier in einem geschlossenen Fahrzeug warten zu lassen.

Zudem sollte zu älteren oder isoliert lebenden Personen vermehrt Kontakt aufgenommen werden. 

Es soll auch darauf hingewiesen werden, dass bei starker Hitze das Arbeiten in Gebäuden und im Freien gefährlich für die Gesundheit werden kann. Deshalb hat das Staatssektetaritat für Wirtschaft (SECO) spezifische Bestimmungen für Arbeitsnehmende und Unternehmen erlassen, die Sie auf der Website des Amts für den Arbeitsmarkt (AMA) einsehen können. 

Die Symptome eines Hitzschlags

Mögliche Symptome eines Hitzeschlages sind Schwächegefühl, Verwirrung, Schwindel, Übelkeit oder Muskelkrämpfe. In diesem Fall muss rasch gehandelt werden: der betroffenen Person zu trinken geben, für Erfrischung sorgen und eine Ärztin oder einen Arzt rufen.

Das KAA verfolgt die Situation aufmerksam. Bei jeder Hitzewellenwarnung durch MeteoSchweiz verschickt das Kantonsarztamt gezielte Informationen an die verschiedenen Partnerinnen und Partner, die sich um Risikopersonen kümmern.