Artikel

Klimapolitik der Schweiz

IPCC (Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen)

Veröffentlichung des 1. Berichts des IPCC über den Klimawandel.

© United Nations Photo/Flickr

UNFCCC (Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen)

Die UNFCCC ist eine internationale Klimakonvention, die zum Ziel hat, den globalen Temperaturanstieg zu begrenzen und die Konsequenzen des Klimawandels zu mildern. Die Schweiz hat sie am 10. Dezember 1993 ratifiziert.

Verabschiedung des Kyoto-Protokolls zur Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen

Ein zusätzliches Protokoll zur UNFCCC über den Klimawandel. Erstmals werden völkerrechtlich verbindliche Zielwerte für den Ausstoss von Treibhausgasen in den Industrieländern festgelegt.

Inkrafttreten des CO2-Gesetzes (erste Version)

Das Ziel dieses CO2-Gesetzes ist es, dazu beizutragen, den globalen Temperaturanstieg auf 2 °C zu beschränken. Dafür muss die Schweiz ihre CO2-Emissionen bis 2010 gegenüber dem Niveau von 1990 um 10% reduzieren. Das Gesetz stipuliert ebenfalls, dass der Bundesrat eine CO2-Abgabe einführen werde, falls sich die Massnahmen als unzureichend erweisen sollten.

Die Schweiz ratifiziert das Kyoto-Protokoll

Die Schweiz ratifiziert das Kyoto-Protokoll und verpflichtet sich, ihre Treibhausgasemissionen für den Zeitraum 2008-2012 gegenüber 1990 um 8% zu vermindern.

Einführung der CO2-Abgabe auf Brennstoffen

Die CO2-Abgabe wird eingeführt und beträgt 2008 CHF 12.- pro Tonne CO2. Sie ist eine Lenkungsabgabe auf fossilen Brennstoffen wie Heizöl oder Erdgas. Seit 2018 beträgt sie 96 Franken pro Tonne CO2. Die CO2-Abgabe ist auf den Rechnungen für Brennstoffkäufe ausgewiesen. Rund zwei Drittel der Erträge aus der CO2-Abgabe werden an die Bevölkerung und die Wirtschaft über die Krankenversicherer und die AHV-Ausgleichskassen zurückverteilt.

Erste Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls

Die Industrieländer, die das Kyoto-Protokoll unterzeichnet haben, haben sich verpflichtet, ihre jährlichen Treibhausgasemissionen über die erste Verpflichtungsperiode gegenüber dem Niveau von 1990 im Mittel um 5,2% zu reduzieren.

Der Bundesrat verabschiedet die Strategie «Anpassung an den Klimawandel in der Schweiz»

Der Bundesrat legt die Ziele und Grundsätze der Anpassung auf Bundesebene fest. Die Strategie zur Anpassung wird unter der Leitung des BAFU vom Interdepartementalen Ausschuss über den Klimawandel koordiniert.

Die Schweiz verpflichtet sich, ihre Treibhausgasemissionen bis 2020 gegenüber 1990 um 20% zu vermindern.

Inkrafttreten des revidierten CO2-Gesetzes (zweite Version). Es regelt die Verminderung der Treibhausgasemissionen bis 2020, entsprechend der zweiten Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls (2013-2020).

Zweite Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls

Das Übereinkommen wird verlängert. Dieser Zeitraum gewährleistet den Übergang von der ersten Verpflichtungsperiode zur Inkraftsetzung des neuen globalen Übereinkommens im Jahre 2020. Die Europäische Union, sowie Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, Australien und die Schweiz legen mit der Reduktion der Emissionen um 15 bis 30% bis 2020 und um 60 bis 80% bis 2050 ein neues Ziel fest.

Aktionsplan der Strategie «Anpassung an den Klimawandel in der Schweiz»

Der Bundesrat verabschiedet den Aktionsplan der Strategie "Anpassung an den Klimawandel in der Schweiz". Das gleichnamige Pilotprogramm wird lanciert.

© COP21/Alamy Stock Photo

Verabschiedung des Klimaübereinkommens von Paris

Das Übereinkommen von Paris sieht vor, den Anstieg der mittleren globalen Temperatur auf deutlich unter 2 °C zu begrenzen, die Anpassungsfähigkeit zu stärken und klimafreundliche Investitionen zu fördern.

Veröffentlichung des Berichts «Brennpunkt Klima Schweiz - Grundlagen, Folgen und Perspektiven»

Dieser Bericht fasst den nationalen und weltweiten Wissensstand zusammen.

«Energiestrategie 2050»

Die «Energiestrategie 2050» (erster Teil), welche die Ziele in Bezug auf Energieeffizienz und erneuerbare Energien festsetzt, wird von Volk und Ständen angenommen.

Das Übereinkommen von Paris

Die Schweiz ratifiziert das Klimaübereinkommen von Paris und verpflichtet sich, ihre Treibhausgasemissionen bis 2030 gegenüber von 1990 um 50% zu reduzieren.

Die zweite Phase des Pilotprogramms des Bundes «Anpassung an den Klimawandel» wird lanciert.

Prüfung der Revision des CO2-Gesetzes (dritte Version) im Parlament

Der Bundesrat will bis 2050 eine klimaneutrale Schweiz

Gestützt auf die neusten Erkenntnissen des IPCC, beschliesst der Bundesrat die Ziele des Pariser Übereinkommens nach oben zu korrigieren und strebt nicht nur eine Halbierung der Treibhausgasemissionen bis 2030, sondern auch die CO2-Neutralität bis 2050 an. Die Schweiz will damit die Klimaerwärmung auf maximal 1,5 °C gegenüber dem vorindustriellen Niveau begrenzen.

Der Staatsrat kündigt seinen Klimaplan an

Anlässlich seiner Jahresend-Medienkonferenz 2019 kündigt der Freiburger Staatsrat an, dass ein Klimaplan ausgearbeitet wird. Die Strategie des Klimaplans ist in zwei Teile gegliedert: Anpassung und Minderung. Der erste Teil hat zum Ziel, die Anpassungsfähigkeit des Freiburger Gebietes an den Klimawandel zu gewährleisten. Die Minderung ihrerseits zielt darauf ab, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu durchbrechen und die Treibhausgasemissionen bis 2030 um 50% zu vermindern, um schliesslich bis 2050 die CO2-Neutralität zu erreichen. Siehe den Artikel über die Vision des Staates.

Das Parlament genehmigt die Revision des CO2-Gesetzes

Nach der Unterzeichnung des Übereinkommens von Paris und seiner Ziele soll die Revision des CO2-Gesetzes der Schweiz die Möglichkeit geben ihr Engagement zur Bekämpfung des Klimawandels zu konkretisieren. Ziel der Revision ist die Verminderung der Treibhausgasemissionen um die Hälfte bis 2030 (im Vergleich zu 1990) und die Stabilisierung der Klimaerwärmung auf 1,5 °C. Drei Viertel der angestrebten Verminderung sollen innerhalb der Schweiz erzielt werden und ein Viertel soll im Ausland kompensiert werden.